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Versicherungsschutz im Ausland

Im Ausland kann der deutsche Unfallversicherungsträger die Heilbehandlung nicht selbst erbringen. Durch Vorschriften des über- und zwischenstaatlichen Sozialversicherungsrechts
ist aber sichergestellt, dass bei Arbeitsunfällen in bestimmten Ländern die notwendigen so genannten Sachleistungen zu Lasten des deutschen Unfallversicherungsträgers gewährt werden.

Solche Regelungen bestehen zwischen den Staaten der Europäischen Union – EU –.

Wie und in welchem Umfang die Sachleistungen dort zu erbringen sind, richtet sich nach den Rechtsvorschriften des Aufenthaltsstaates. Das bedeutet, dass in manchen Staaten eingeschränkte Heilbehandlungsleistungen hinzunehmen sind.

Für Personen, die nicht gesetzlich krankenversichert sind, gibt es keine Anspruchsbescheinigungen. Anfallende Kosten müssen dort zunächst selbst getragen werden. Bei Unfällen von Personen, die keine Anspruchsbescheinigung einer gesetzlichen Krankenkasse haben, beispielsweise weil sie privat krankenversichert sind, ist umgehend Kontakt mit dem zuständigen deutschen Unfallversicherungsträger aufzunehmen, um das weitere Vorgehen abzustimmen.

Die Kosten der ärztlichen Heilbehandlung für nicht gesetzlich Krankenversicherte, werden  in angemessenemUmfang übernommen. Die Rechnung des Arztes, Krankenhauses, der Apotheke o.Ä. ist hier prinzipiell zunächst selbst zu bezahlen und anschließend beim zuständigen deutschen Unfallversicherungsträger zur Erstattung einzureichen.

Angemessen bedeutet zu den Sätzen der gesetzlichen UV innerhalb Deutschlands.

Wie verhalte ich mich bei Eintritt eines Arbeits- oder Schulunfall im Ausland bezüglich der entsehenden Heilbehandlungskosten vor Ort.

Die EU-Erweiterung, die Einführung der Europäischen Krankenversicherungskarte (EHIC) und der Wegfall der Vorstellungspflicht beim aushelfenden Träger haben Änderungen mit sich gebracht, die sich auch auf Auslandsfahrten von Lehrern, Schülern, Studierenden und Kindern in Tageseinrichtungen auswirken.

Bis die Merkblätter A 1 und A 2 in überarbeiteter Form vorliegen, beachten Sie bitte folgendes:

Der Vordruck E 111 wurde ab dem 01.06.2004 durch die Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC) ersetzt. Diese wird zur Zeit in Form einer Chipkarte von der gesetzlichen Krankenkasse zur Verfügung gestellt. Wir bitten Sie diesbezüglich die Mitreisenden aufzufordern, sich mit ihrer zuständigen gesetzlichen Krankenkasse in Verbindung zu setzen.

Für den Fall eines Unfalles führen alle Teilnehmer einer Auslandsfahrt die Krankenversicherungskarte und das Merkblatt der Krankenkasse mit. Daneben sollte das Formular „Unfallanzeige“ zum unverzüglichen Anzeigen des Unfalles bei der Unfallkasse Sachsen, als dem zuständiger Unfallversicherungsträger, von Lehrern/Betreuern mitgeführt werden.

Der Verletzte wendet sich unter Vorlage der Versicherungskarte und der Unfallanzeige direkt an einen Arzt oder ein Krankenhaus.

Eine vorherige Meldung beim aushelfenden Träger ist nicht mehr erforderlich.

Diese Vorgehensweise gilt jedoch ausschließlich für gesetzlich Krankenversicherte.

Bei privat krankenversicherten Verunfallten sind –wie sonst auch üblich- die entstehenden Kosten zu verauslagen und bei der Unfallkasse Sachsen unter Vorlage der Rechnung zur Erstattung einzureichen.

Bei schweren Unfällen wird es für beide Konstellationen für zweckmäßig erachtet, wenn die Unfälle unverzüglich der Unfallkasse Sachsen gemeldet werden. Die Mitarbeiter/innen werden sich unverzüglich mit den beteiligten Leistungserbringern direkt in Verbindung setzen um damit eine direkte Kostenabwicklung in die Wege leiten und erforderlichenfalls auch steuernd eingreifen zu können.

Falls Sie Fragen haben, wenden Sie sich bitte an :

die Unfallkasse Sachsen Tel. 03521/724-0